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Ausländische Gastschüler am Matthias-Claudius-Gymnasium

Für einige Monate oder gar für ein ganzes Schuljahr haben wir einige Gastschüler aus dem Ausland an unserer Schule. Auch sie vermitteln Einblicke in das Leben in anderen Ländern und Kulturen.

 

Wir erwarten von unseren ausländischen Gastschülern, dass sie über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügen und bereit sind, diese in Deutschland zu vertiefen und zu erweitern. Die Bereitschaft, sich in die Klassengemeinschaft zu integrieren und am Unterricht teilzunehmen wird ebenfalls vorausgesetzt. Auswahlkriterien zum Persönlichkeitsbild und zum Arbeits- und Sozialverhalten sollten vor der Einreise berücksichtigt werden. Auch erscheint es uns sinnvoll, möglichst den gesamten Aufenthalt an einer Schule zu verbringen.

 

Während des Aufenthaltes erfolgt eine Zusammenarbeit mit den Gasteltern und mit der betreuenden Organisation.

 

Die Gastschüler nehmen regelmäßig am Unterricht teil und sollten, wenn die Sprachkompetenz dies ermöglicht, auch an Leistungsüberprüfungen (z.B. Klassenarbeiten) teilnehmen. Bei zu geringen Sprachkenntnissen erfolgt keine Benotung. Auch können wir in diesem Fall kein Zeugnis erteilen.

 

Am Ende des Auslandsaufenthalts wird eine Bescheinigung über den Schulbesuch und über die Mitarbeit der Gastschülerin bzw. des Gastschülers ausgestellt.

Aktuelle Berichte

Bericht über den Austausch mit Besançon (Collège Proudhon)

Vom 9.-20. November waren 34 Schülerinnen und Schüler aus dem Nordosten Frankreichs bei uns in Gehrden zu Gast. Der Austausch besteht mit kurzen Unterbrechungen seit 1976. Inzwischen findet er alle zwei Jahre statt.

 

In diesem Jahr konnten wir zum ersten Mal ein projektorientiertes Programmangebot machen, das den Jugendlichen viel Zeit gab, eigene Ideen in kleinen Gruppen umzusetzen.

 

Unter dem Motto « Il était une fois un échange » / « Es war einmal ein Austausch » arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an eigenen Märchenfassungen (Aschenputtel) und drehten darüber einen Kurzfilm. Andere Gruppen nahmen sich humorvoll des Themas „Deutsche und französische Essgewohnheiten“ an oder stellten andere interkulturelle Unterschiede im Alltag in Powerpoint-Präsentationen dar.

 

Während des Abschiedsabends trat eine Gruppe live auf der Bühne in einem Restaurant-Sketch auf, andere sangen ein Lied. Einige Gruppen hatten leider technische Probleme, die wir aber bis zum Gegenbesuch gelöst haben werden.

 

Wichtig war, dass beide nationalen Gruppen sich möglichst jeweils in ihrer Fremdsprache äußerten – wobei gegenseitige Hilfe stets gegeben war.

 

Wir arbeiteten vorwiegend in der Aula, die auch beim Abschiedsabend einen sehr feierlichen Rahmen bot. Ein vielfältiges Buffet, das die Schülerinnen mit ihren Familien vorbereitet hatten, machte diesen Abend zu einem echten Höhepunkt für alle Beteiligten.

 

Natürlich gab es auch andere Aktivitäten: Die Franzosen fuhren nach Hameln, nahmen an einer Stadtführung teil und konnten selbständig die historische Innenstadt erkunden.

 

Außerdem machten sie einen Ausflug nach Bremen, wo sie neben einer Stadtführung auch eine Rallye bzw. Umfrage zur Stadtgeschichte und einigen Märchen und Legenden („Die Bremer Stadtmusikanten“, „Die sieben Faulen“) machten.

 

Selbstverständlich nahmen die Franzosen mit ihren deutschen Austauschpartnerinnen und –partnern auch am regulären Unterricht teil. Dazu wurden Beobachtungsbögen augeteilt, die die französischen Schüler gemeinsam mit ihrem Deutschlehrer auswerten werden.

 

Ein weiterer Höhepunkt war sicher der gemeinsame Bowling-Nachmittag in Hannover. In deutsch-französischen Teams machten alle Schülerinnen und Schüler viele Punkte und hatten viel Spaß zusammen.

 

Wir freuen uns nach dieser gelungen Begegnung auf den Gegenbesuch in Besançon im Frühjahr 2010.

 

Ulrich Harms (Fachgruppe Französisch) 3.12.2009