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Eine traumhafte Wahlbeteiligung

560 MCG-Schüler wählen das Europaparlament

Foto: Wirausky

Von solch einer Resonanz werden die meisten Wahllokale
am Sonntagwohl nur träumen können.
Mehr als 90 Prozent der aufgerufenen MCG-Schüler der
Jahrgänge acht bis zwölf beteiligen sich an der
Juniorwahl zum europäischen Parlament.
Die Juniorwahl ist ein bundesweites Schulprojekt,
an dem rund 85 000 Jugendliche von 350 Schulen teilnehmen.
„Der Ablauf der Wahl wird simuliert“,
sagt Politiklehrer Eckhard Winter.
Ziel sei es, die Schüler auf die künftige
Teilnahme innerhalb des demokratischen Systems
der Bundesrepublik Deutschland vorzubereiten.
„Wir wollen damit aber auch die Wahlmüdigkeit
und Politikverdrossenheit bekämpfen“, sagt Winter,
und für die in der Bevölkerung eher ungeliebte
Europawahl werben.
An seiner Schule wird die Juniorwahl
seit etlichen Jahren abgehalten.
Auch für die Bundestagswahl im September werden die
Urnen im PC-Raum aufgebaut sein.
„Dieses Projekt hat sich in den vergangenen
Jahren nachhaltig bewährt“, sagt Winter.
Das Interesse der Schüler an den Wahlen und an Politik
sei deutlich gestiegen.
Bevor die Jugendlichen per Mausklick ihre Stimme für eine
der 31 Parteien abgeben, werden sie entsprechend vorbereitet.
Im Politikunterricht gab es in den vergangenen
Wochen Informationen zur Europäischen Union
und den Aufgaben des Parlaments.
Zudem wurde das gesamte Parteienspektrum abgeklopft.
Die Stimmabgabe funktioniert wie bei der richtigen EU-Wahl.
Die Schüler erhalten eine Wahlbenachrichtungskarte.
Diese müssen sie gemeinsam mit dem Personalausweis
vor dem Gang in die Wahlkabine vorzeigen.
Dort wählen die Gymnasiasten dann am Computer,
welcher Kandidat und welche Partei ins virtuelle
Europaparlament einzieht.
Ein Ergebnis gibt es nicht vor Sonntag, 18 Uhr.
„Wir sind zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet
worden“, sagt Winter.

Quelle:
Calenberger Zeitung, 05. Juni 2009